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MANCHMAL (1999)
Manchmal, wenn ich in der Nacht aufwache, habe ich sehr großes Verlangen nach Dir. Ich drehe mich im Bett um und umarme verzweifelt Dein Kopfkissen. Inzwischen habe ich es sogar gern, dein dunkles Kopfkissen. Manchmal kommt es mir so vor als wärest du noch da, als würdest du gleich die Wohnungstür aufschließen und, unter deinen nassen Haaren lächelnd, herein kommen, mich umarmen und auf die Wange Küssen.
Der Aufzug hat in diesem Stock gehalten.
Es regnet heute auch.
Manchmal habe ich das Gefühl ich hätte nur vergessen wo ich dich gelassen habe, als wärest du ein Schlüsseloder ein Geldbeutel den ich verlegt habe
und nicht wieder finde, obwohl ich weiß, dass ich gestern noch vorm schlafen gehen abgeschloßen hatte, obwohl ich heute Morgen dem Jungen an der Tür die Milch bezahlt habe, wie jeden Morgen.
Dein Bruder hat mich gebeten zur Beerdigung zu kommen, vielleicht nur kurz.
Thomas hat mir empfohlen weg zu gehen, zum Beispiel zu meinen Eltern oder auch in ihr Haus am Strand, jetzt sind dort keine Touristen und ich hätte dort meine Ruhe. Es war schön dort, nicht war?
Aber ich kann nicht fort, wielleicht kommst du wieder wenn ich gerade nicht da bin...
WIND (1997) -Übersetzung-
Rennen, hinter dem Wind her, ihn erreichen wollen,
aber zu schnell für eine Sommernacht.
Mit langsamen Schritten, Opfre seines Zaubers, verfolgt ihn,
aber zu schnell in der Dunkelheit.
Sanfte Brise spaziert durch mein Zimmer,
verschwindet und kommt wie sie Lust hat.
Farbige Brise die die Hitze meiner Sommernacht erfreut.
Gewünschte Brise,
Brise auf die ich warte und ich erschrecke mich wenn sie unerwartet erscheint.
Langsame und sanfte Brise die ich nicht einholen kann,
ab und zu küsst sie meine Hand,
streichelt meine Wange... und verschwindet erneut.
Den Wind festhalten,
kann man nicht,
ihn greifen, festnehmen, zurückhalten,
kann man nicht.
Ihn lieben, wünschen, wollen,
auf ihn warten, beobachten, die seltenen Augenblicke genießen,
und sich an ihn erinnern: später.
Absolute Freiheit, wenn er mit den Blättern spielt;
es lächeln die Bäume wenn der Wind singt.
Kinder laufen hinter ihm her,
er lächelt und macht sich davon,
er versteckt sich und beobachtet: er betrachtet sie.
Bring mir einen Brocken Wind,
gib mir ein Stück Brise,
ich will es in einer kleinen Schachtel aufbewahren,
meine Pandorabüchse, meine Holzschachtel,
um an ihn zurückdenken zu können, immer.
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p i x e l e r i a . d e